Hunde zeigen Schmerzen selten so, wie wir es erwarten. Gejault wird bei akuten Verletzungen, alles andere läuft leiser ab, und genau deshalb bleibt es oft lange unbemerkt.

Die Zeichen, die im Alltag untergehen
Das häufigste Muster ist eine Veränderung, die sich bequem erklären lässt. Der Hund springt nicht mehr aufs Sofa oder ins Auto, und man hält es für Altersträgheit. Tatsächlich stecken dahinter oft Gelenkschmerzen.
Ähnlich unauffällig sind Veränderungen im Gesicht. In der Forschung wird dafür der Begriff Pain Face verwendet: zusammengekniffene Augen, angespannte Stirn, nach hinten oder zur Seite gedrehte Ohren, ein insgesamt steifer Ausdruck.
Dazu kommt die Bewegung: steifer oder vorsichtiger Gang, Probleme beim Aufstehen, Zögern an Treppen, vermiedene Sprünge, leichtes Humpeln.
Wo es oft herkommt
Zahnschmerzen zeigen sich durch langsames Fressen, herausfallendes Futter, Kauen auf einer Seite und starken Mundgeruch. Bauchschmerzen häufig durch die Gebetsstellung, bei der der Vorderkörper unten bleibt und die Hinterhand steht.
Warum uns das im Training angeht
Ein Hund mit Schmerzen ist schneller gereizt, hält schlechter durch und wehrt Berührungen ab. Wenn sich Verhalten plötzlich ändert, ohne dass sich sonst etwas geändert hat, gehört deshalb zuerst die Tierarztpraxis auf die Liste und nicht der Trainingsplan. Mehr dazu in unserem Beitrag Wenn die Gesundheit das Verhalten verändert.
Woran du erkennst, dass dein Hund Schmerzen hat – und was du dann tun kannst, erfährst du hier
Schmerzerkennung beim Hund – So merkst du, ob dein Hund Schmerzen hat
Im Blog der Hundeschule unterHUNDs