„Mein Hund soll es für mich tun, nicht fürs Futter." Diesen Satz hört man auf jedem Hundeplatz, und dahinter steckt fast immer dieselbe Sorge: dass ein Hund, der für Futter arbeitet, ohne Futter nicht zuverlässig ist.

Der Denkfehler
Verhalten entsteht über seine Folgen. Was sich lohnt, wird häufiger gezeigt, was sich nicht lohnt, verschwindet. Das gilt unabhängig davon, womit belohnt wird.
Wer also ohne Futter arbeitet, arbeitet trotzdem mit Verstärkung: mit Spiel, mit Aufmerksamkeit, mit dem Freilauf, der nach dem Rückruf folgt, mit der Erlaubnis zu schnüffeln. Die Frage ist nicht, ob belohnt wird, sondern womit.
Warum Futter so gut funktioniert
Es lässt sich schnell geben, oft wiederholen und genau im richtigen Moment einsetzen. Gerade beim Aufbau eines neuen Verhaltens ist das schwer zu schlagen. Ein Spiel dauert länger und reißt den Ablauf auseinander, Lob allein reicht vielen Hunden in ablenkender Umgebung nicht.
Was wir im Verein sehen
Wer ganz auf Belohnung verzichtet, hat in der Regel zwei Möglichkeiten: Er findet eine andere Verstärkung, die für diesen Hund wirklich zählt. Oder er arbeitet über Druck, oft ohne es so zu nennen.
Der Weg, den wir gehen, ist der erste. Und dazu gehört, herauszufinden, was für den einzelnen Hund tatsächlich lohnend ist. Das ist bei manchen der Käse, bei manchen der Ball und bei manchen die Erlaubnis, endlich an der Ecke zu schnüffeln.
Warum Belohnungen keine Schwäche, sondern Schlüssel zum Lernerfolg sind
Training ohne Leckerli – sinnvoll oder sabotierend?
Im Blog der Hundeschule unterHUNDs